Im Mai 2026 wurden in Deutschland 21.000 Wohnungen genehmigt – 24,7 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Das teilt das Statistische Bundesamt mit. Besonders stark zog der Neubau an: Mit 17.800 genehmigten Wohnungen lag das Neubauvolumen 29,9 Prozent über dem Mai 2025. Der Umbau bestehender Gebäude stagnierte dagegen mit nur 2,0 Prozent Zuwachs auf 3.200 Wohnungen.

Für Investoren und Projektentwickler signalisiert dieser Sprung eine Lockerung bei der Genehmigungspraxis nach der Baukrise der vergangenen Jahre. Die Frage ist, ob dieser Monat einen Wendepunkt markiert oder ein statistischer Ausreißer bleibt. Entscheidend wird die Entwicklung in den kommenden Monaten: Halten die hohen Genehmigungszahlen an, können Bauunternehmen ihre Kapazitäten planen. Bricht der Trend wieder ein, bleiben Projekte wie gehabt in der Schwebe.

Für B2B-Partner der Baubranche – von Zulieferern bis zu Projektmanagementbüros – bedeutet ein anhaltender Anstieg wieder mehr Auftragsvolumen nach Jahren der Unterauslastung.