Rund zwei Millionen Kinder pro Jahr werden in Deutschland nach Unfällen medizinisch behandelt. Der Großteil dieser Unfälle passiert nicht auf Spielplätzen oder im Straßenverkehr, sondern in den eigenen vier Wänden.
Eltern konzentrieren ihre Sicherheitsbedenken oft auf externe Risiken wie Verkehr oder öffentliche Plätze. Das Zuhause wird als sicherer Raum wahrgenommen – eine systematische Fehleinschätzung. Der GDV-Kindersicherheitstag 2026 macht diese Diskrepanz zum Thema.
Für Versicherer und Wohnungsunternehmen ergibt sich daraus eine praktische Konsequenz: Kindersicherheit im Wohnraum wird zum Qualitätsmerkmal. Schadensfrequenzen in Wohnungen hängen direkt mit der Raumplanung, Ausstattung und Informationsvermittlung zusammen. Wer Mieter über häufige Unfallrisiken aufklärt und präventiv gestaltet, senkt nicht nur Schadenskosten – sondern stärkt auch die Vermietbarkeit.